Kurztrip Amsterdam

Momentan hat mich etwas der Winterblues gepackt und auch wenn man diesen unter der Woche ganz gut mit Netflix und heißem Kakao bekämpfen kann, muss am Wochenende dann immer ein wenig Veränderung her. Bett und Couch brauchen schließlich auch irgendwann mal eine Pause…

Seit Anfang Dezember hat es mich daher eigentlich immer für ein paar Tage in eine andere Stadt verschlagen, von Hamburg über Berlin nach Schwerin. Kein Wunder also, dass mir an meinem ersten Wochenende in der Heimat irgendetwas gefehlt hat. Glücklicherweise hatte ich letzte Woche Urlaub und so stand einem spontanen Kurztrip nichts im Wege. Die Frage: „Wohin?“ hat sich auch nur kurz gestellt, Amsterdam ist schließlich zu jeder Jahreszeit die richtige Wahl: einfache Anreise, nette Menschen, übersichtliche Stadt, keine Sprachprobleme, einigermaßen sicher für Alleinreisende und eigentlich immer eine Reise wert!

Also kurz am Samstag noch ein Hotel gebucht (ist unter der Woche, im Gegensatz zum Wochenende wo die Preise rapide ansteigen, also auch kurzfristig kein Problem) und am Sonntag ging es dann auch schon mit dem Bus direkt nach Amsterdam (am besten man fährt über Nacht, meist sind die Busse dann unglaublich leer und man hat den ganzen kommenden Tag für sich).

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Bei einem recht kurzfristigen Trip hat man natürlich nicht viel Zeit irgendetwas zu planen, daher ist Amsterdam perfekt geeignet für spontane Ausflüge. Alles in der Stadt ist schnell zu Fuß zu erreichen und man kann sich herrlich in den Straßen entlang der Grachten verlaufen und stößt mit Sicherheit auf ein paar interessante Ecken, Museen, Shops und Cafes. Falls man doch lieber etwas gezielter die Stadt erkunden möchte habe ich hier ein paar Tipps für euch

Frühstücken kann man in Amsterdam eigentlich an jeder Ecke, besonders als Spätaufsteher. Für die unter euch, die aber schon ab 7:30 einen Kaffee in netter Atmosphäre trinken wollen empfehle ich das Vinnies , ab 9:00 macht dann auch Melly´s Cookie Bar auf (super zentral gelegen, tolle Kuchen und Cookies und wirklich gut zum Leute beobachten!).

Frisch gestärkt kann man dann das Kulturprogramm starten. Museen gibt es in Amsterdam ja wie Sand am Meer, hat man aber keine Lust sich stundenlang in schier endlosen Schlangen anzustellen oder die gängigen Museen schon abgegrast, gibt es ein paar weniger überlaufene (und günstigere) Alternativen.

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Für Fotobegeisterte gibt es zwei große Anlaufstellen, das Foam  und das günstigere Huis Marseille. Ich muss aber zugeben, dass mir in beiden die jeweiligen Ausstellungen nicht gefallen haben. Dafür hat man aber super Ausblicke in die Amsterdamer Hinterhöfe die einem sonst verborgen bleiben…(Das Staatsarchiv hat auch ab und an wechselnde Fotoausstellungen im Foyer, ein kleiner Tipp für die Sparfüchse oder falls bei den oben genannten gerade nichts passendes gezeigt wird.)

Eines der neueren Museen ist das Moco, direkt am „IAMSTERDAM“ Schriftzug nahe des Rijksmuseums. Momentan werden dort Banksy und Dali gezeigt, also vielleicht etwas für die jüngere Generation. Wozu ich aber sagen muss, dass ich natürlich wegen Banksy hingegangen bin, viele der Werke aber vor 2 Jahren durch Zufall in einer kleinen Galerie in Amsterdam schon gesehen habe (und das for free und wesentlich besser beleuchtet…)

So und nun zum Abschluss noch ein Museum das mich wirklich überzeugt hat, auch wenn ich kein Fan von Audiotouren und Schuhüberziehern bin: Ons´ Lieve Heer Op Solder – eine geheime Dachbodenkirche. Klingt vielleicht nicht sonderlich spannend, ist aber wirklich gut gemacht und recht interessant!

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Wen das ganze Umherrennen hungrig gemacht hat ist in Amsterdam ebenfalls gut aufgehoben. Gut essen kann man hier praktisch an jeder Ecke! Aber gerade zur Mittagszeit ist es in den kleinen Restaurants, Bistros und Cafes unglaublich voll, da es meist nur sehr wenige Sitzplätze gibt. Es heißt also entweder warten oder bei gutem Wetter einen Platz draußen suchen (im Begijnhof ist man meist von Touristenströmen verschont- es gibt aber auch nur 2 Bänke^^).  Ich kann jedem nur „de laatste Kruimel“ ans Herz legen, wirklich leckere Kuchen und herzhafte Gebäcke die schon im Schaufenster unglaublich gut aussehen! Auch wenn die Schlange bis draußen steht, muss man nicht sonderlich lange warten und findet meist auch drinnen noch einen kleinen Platz (ich muss gestehen, dass ich in 3 Tagen 3 mal dort war…). Ansonsten sind Broodje Bert (Achtung: wirklich immer sehr, sehr voll!!!) und die Keksbäckerei van Stapele zu empfehlen (mehr Fotos dazu findet ihr hier)

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Mag man es lieber fettig und schnell dann sind Pommes natürlich die Nr. 1 und die besten von Amsterdam soll es bei Vleminckx geben. Ob es die besten sind kann ich nicht sagen, aber sie sind schon gut…

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Nach dem ganzen Essen ist es dann auch wieder Zeit für einen kleinen Spaziergang…

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Und noch ein kleiner Tipp von mir, besonders bei Sonnenaufgang und noch bevor die Touristen sich auf die Straßen begeben ist Amsterdam wirklich wunderschön. Also 1 mal früh aufstehen und durch die fast noch leeren Straßen Richtung Hauptbahnhof schlendern (großer Vorteil: es sind auch noch nicht ganz so viele Radfahrer unterwegs 🙂 ). Von dort aus mit der kostenlose Fähre Richtung Buiksloterweg übersetzen und den Sonnenaufgang anschauen!

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Mein Hotel war übrigens auch schon allein eine Reise wert, ich glaube ich war noch nie in einer Unterkunft die so kitschig eingerichtet war…aber charmant!

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Unschlagbare Aussicht vom Frühstücksraum

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5 Gedanken zu “Kurztrip Amsterdam

    1. Hallo Annika, vielen lieben Dank für deine netten Worte! Das Hotel hieß Hotel Nadia und hatte wirklich eine super Lage und auch ein tolles Personal das wirklich unglaublich engagiert war. Die Ausstattung des Hotels an sich war aber schon sehr alt und in die Jahre gekommen. Ich habe mich nur zum Schlafen dort aufgehalten und kann über solche Hotels schmunzeln wenn Sie einen gewissen Charme haben, was bei diesem Hotel der Fall war. Aber wer einen Standart erwartet der über dem eines Hostels liegt wird vielleicht nicht wirklich glücklich, daher habe ich auch keinen Namen geschrieben :)…https://www.tripadvisor.de/Hotel_Review-g188590-d232493-Reviews-Hotel_Nadia-Amsterdam_North_Holland_Province.html das ist der Tripadvisor Link. Und wenn man Glück hat gibt es auf den gängige Booking Websites wirkich super günstige Deals 🙂

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  1. Danke für den tollen Bericht – wir sind oft und gerne in Amsterdam.
    Sowohl 2015 als auch 2016 haben wir dort mit Begeisterung unser Weihnachten verbracht… herrlich entspannt und jeder Tag spontan anders… eben Amsterdam.
    Dein Bericht ist lesenswert und die Bilder echt klasse…

    Beste Grüße

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    1. Dabke liebe Petra! Weihnachten in Amsterdam ist sicher super! Ein paar lichterketten konnte ich noch entdecken und natürlich die obligatorischen weihnachtsbäume die jetzt traurig vor den Häusern liegen:) vielen lieben dank für deinen Kommentar!

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  2. Pingback: Kurztrip Amsterdam

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